Das Cover ist recht schlicht gehalten, es enthält lediglich die als Wort geschriebene Zahl 18 hinter der sich das Gesicht eines jungen Mädchens verbirgt. Es soll wohl die rationale Sachlichkeit ausdrücken, mit der die Protagonistin das Problem zu lösen versucht, das gleichzeitig mit ihrem 18. Geburtstag über sie hereinbricht. Obwohl das Problem von Sara bereits auf den ersten Seiten angesprochen wird, bleibt die Spannung, wie eine Lösung gefunden wird, bis zuletzt erhalten. Sprachlich anspruchsvoll entwickelt sich Saras Geschichte, und einige der angesprochenen Probleme dürfte sie mit vielen Jugendlichen teilen. Das macht die Protagonistin inte-ressant und anziehend, auch wenn vieles nicht eins zu eins auf die Leser übertragbar ist. Ein interessantes, lesenswertes Buch, das gleichzeitig gute Unterhaltung bietet. Im Eingangskapitel begegnet der Leser zunächst einem jungen Musikerpaar auf dem Weg zu einem Konzert im ländlichen Raum bei ungemütlichem Winterwetter. Die forsche Fahrweise des Geigers verursacht der jungen Frau Übelkeit. Sie ist nämlich schwanger, wovon ihr Freund noch nichts weiß. Auf ihre Information reagiert er mit Unverständnis und kränkenden Fragen. Er verdächtigt nämlich einen Nebenbuhler als Vater. Constanze aber ist ganz sicher, dass er der Vater des Kindes ist. Sie lässt sich an der nächsten Tankstelle absetzen. Richard aber baut in seiner Aufregung mit seiner hektischen Fahrweise einen folgenschweren Unfall. Der Roman setzt knapp 19 Jahre später wieder ein. Sara, eine junge Frau von 18 Jahren befindet sich auf der Zugreise zu einer Transplantation, mit der sie durch eine Organspende das Leben eines geliebten Menschen retten will. Sie fühlt sich müde und absolut allein gelassen. Aber ihr Entschluss steht fest: Sie will ihrem Vater durch das Spenden einer ihrer Nieren das Leben retten. Am Tag vor ihrem 18. Geburtstag, mitten in den Vorbereitungen zu dem Fest, das ihre Mutter mehr für ihre eigenen Freunde als für die ihrer Tochter ausgerichtet hat, sieht Sara auf dem Nachbargrundstück einen Besucher, der sie seltsam anschaut und dann plötzlich verschwindet, ohne etwas gesagt oder gefragt zu haben. Max, ihr Freund, dem sie von dieser zufälligen Begegnung erzählt, ist nicht sonderlich beeindruckt. Es könne kein Einbrecher gewesen sein, denn es gebe nicht viel Lohnendes zu rauben. An diesem Abend bittet Sara darum, von ihm nicht mehr „Schneckchen“ genannt zu werden. Diesen Kosenamen trug sie, weil sie sich bei jeder Gelegenheit schreckhaft zurückzog. Am nächsten Morgen holt Sara die Angst vor der mündlichen Abiturprüfung wieder ein. Vergeblich hofft sie aufgrund hervorragender Leistungen in Deutsch davon befreit zu werden. Ihre Geburtstagsfeier, die mehr für die Gäste der Mutter als für sie ausgerichtet zu sein scheint, lässt sie notgedrungen gelassen über sich ergehen, aber sie empfindet überschäumende Freude, als Max mit ihren Kurskameradinnen in einem lila Fiat Cinquecento gratulieren kommt. Das Auto ist ein Geschenk ihrer Eltern zum bestandenen Führerschein und zum fast bestandenen Abitur. In ihrer Ausgelassenheit baut sie bei einer Probefahrt fast einen Unfall, der nur durch die rasche Reaktion des Fahrers des anderen Autos, in dem Sara den unbekannten Besucher zu erkennen glaubt, vermieden wird. Als dieser Mann kurze Zeit später im Haus von Saras Eltern auftaucht, wird er von ihrer Mutter beschimpft und harsch hinauskomplimentiert. Auf Befragen sagt ihr Vater, das sei sein ehemaliger Konkurrent gewesen, die Mutter habe ihn durchaus hereinbitten können, denn er habe ihn schließlich aus dem Felde geschlagen! Wenige Tage später erscheint er erneut und gratuliert Sara mit einem wundervollen Strauß gelber Rosen. Sara gibt allerdings vor, die Blumen von Max geschenkt bekommen zu haben. Tage später gibt es ein Treffen mit Richard in ihrem Lieblingscafé. Sie will das Geheimnis ihrer Mutter ergründen. Dort ist ihr der Mann plötzlich irgendwie vertraut, und sie erzählt völlig unbefangen von Max, von ihren Eltern, von der bevorstehenden mündlichen Abiturprüfung und ihren beruflichen Plänen. Da die Zeit knapp wird, denn Sara muss Max vom Bahnhof abholen, erhält sie auf ihre Frage, weshalb er so plötzlich in ihrem Leben aufgetaucht sei, nur die Antwort, er sei ihr Vater! Das lässt Sara ausrasten, und sie erklärt Richard für verrückt. Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe Konflikte und Verwicklungen, aber es wird Sara gelingen, einen großen Schritt in ihrer Entwicklung voranzukommen und den für sie richtigen Weg einzuschlagen.
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