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Sylvia Schopf

Mit dem spielen wir nicht


Die erzählte Geschichte scheint alltäglich, und doch können derartige Kümmernisse eines Kindergartenkindes die Ursachen einer schlimmen Fehlentwicklung sein, die das ganze Leben des heranwachsenden Kindes negativ beeinflussen.
Das Buch ist ein Plädoyer für  einen respektvollen Umgang mit und zwischen den Kindern, auch schon im Kindergarten. Dazu müssen alle bemüht sein, das Kind als Person anzuerkennen und zu achten.
Das Nachwort der Autorin appelliert an Eltern und andere Erwachsene, aufmerksam zu sein, wenn Kinder von anderen ausgegrenzt werden. Feinfühligkeit ist notwendig, um zu spüren, wann ein Scherz in Schikane ausartet, damit man dem Kind helfen kann, bevor es mit Aggressionen oder Passivität reagiert. Dann gilt es, die Stärken und Talente des gemobbten Kindes zu entdecken und zu fördern.
Anschaulich und wirkungsvoll unterstreichen die Illustrationen von Manfred Tophoven dieses Anliegen. In der vorderen Einbandseite fliegen acht Vögel auf der rechten Buchseite im Verbund, auf der linken Seite fliegt ein Vogel allein. Am Ende des Buches fliegen alle zusammen. Die Bilder sind kindgemäß klar und können so zusätzlich zum Text erklärend herangezogen werden. Ausdrucksvolle Augen sprechen eine eindeutige Sprache, die auch von jüngeren Kindern leicht verstanden wird. Der „Außenseiter“ steht von seinen „Feinden“ hämisch beobachtet allein im Stuhlkreis, während die anderen sich über den Plan zur Schatzsuche beugen. Jede Seite erzählt die Geschichte nun auch allein durch die Bilder; man könnte den Text daher für Kleinere auch durch das eigene Erzählen ersetzen.
Scheinbar ohne Grund zögert Theo das Aufstehen vor dem Besuch des Kindergartens hinaus. Er schützt vor, Bauchschmerzen zu haben. Ein Kräutertee soll ihm nach Meinung der Mutter helfen.
Fröhlich begrüßt Frau Krause, die Kindergärtnerin, Theo; sie freut sich, dass er wieder gesund ist. Doch als Theo in seine Hausschuhe schlüpfen will, stößt sein Fuß auf stachlige Kastanien: Wieder haben ihm Paul, Niklas und Rico einen Streich gespielt.
Während Theo noch nach seinem Freund Arne Ausschau hält, wird er durch ein lautes „Platz da!“ erschreckt, und schon stürzt Leons großer Turm zusammen. Doch mit aufbauen darf der kleine Junge ihn nicht. Wieder fühlt er sich ausgeschlossen.
Bei Arnes Geburtstagsfeier gibt es eine Schokoladentorte. Ein Fleck davon auf Theos Hose gibt Paul Anlass zu einem angewiderten Schrei, und obwohl es nur ein Schokoladenfleck ist, nennen ihn seine Feinde und bald auch die anderen Kinder „Hosenkacker“.
Der Junge reagiert immer ängstlicher, und so macht er Fehler und weigert sich schließlich, bei einem Zirkuslied mitzumachen. Frau Krause hat die Veränderungen bemerkt und schimpft mit den anderen Kindern, doch das ändert nur deren Taktik. Sie werden gewitzter in der Art, wie sie Theo ärgern.
Mit Fabio, einem Neuen im Kindergarten, kommt eine Wende. Theo schließt mit ihm Freundschaft, denn beide haben Freude am gemeinsamen Musizieren mit Flöte und Mundharmonika.
Die Kinder machen einen Ausflug in den Zoo, doch Theo möchte viel lieber zuhause bleiben. Schon beim Einsteigen in den Bus gibt es erste Schwierigkeiten, denn zunächst findet der Bub keinen, der ihn neben sich sitzen lassen möchte.
Zu Beginn sind die Tiere im Zoo für alle interessant, doch schon bald kommt es zu Beschimpfungen: Die Hängebauchschweine werden mit Theo verglichen, und als Fabio die Übeltäter bei Frau Krause angibt, wird er als „Petzer“ beschimpft. Die stellt klar, dass man Leute, die etwas Gemeines oder Unrechtes tun, zu Recht zur Rechenschaft zieht, und sie hat einen Plan.
In diesem Fall gelingt es, Theo wieder in die Gruppe zu integrieren.


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Freitag, 10. September 2010

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10.09.2010


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