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Spannende Einblicke in Literatur und Film

Autor Klaus Peter Wolf im Stefan-Andres-Schulzentrum Schweich

Zwei ungewöhnliche Schulstunden in der Bibliothek erlebten ausgewählte 7. und 8. Klassen der Realschule Plus in Schweich mit dem bekannten Schriftsteller und Drehbuchautor Klaus Peter Wolf. Er kam rasch ins Gespräch mit ihnen und gab auf ihre Fragen hin Einblicke in seine geistige Werkstatt.
Als er im Alter der Schüler war, hatte er mit Schreiben begonnen, eine Geschichte über seinen Vater, die er auf Matrizen schrieb  und 200 Abzüge davon an Zeitungen schickte. Nachdem eine erste Zeitung den Text endlich veröffentlichte und er ein Honorar bekommen sollte, hatte er noch kein Konto. Wie er dies eröffnen wollte, stellte er den Schülern als geübter Schauspieler in verschiedenen Szenen vor. Nun schickte er alle paar Wochen Geschichten an Zeitungen und verdiente damit bald mehr als sein Vater, die Themen nahm er aus seinem Umfeld, vor allem der Schule, was bei den betroffenen Lehrern nicht immer Freude auslöste.
Mit 16 Jahren war er das jüngste Mitglied im Schriftstellerverband und mit seinem ersten Buch „Dosenbier und Frikadellen“ begann er sozialkritische Themen romanhaft zu verarbeiten. Er schrieb für alle Altersstufen, lustige Kinderbücher und spannende Krimis für Jugendliche und Erwachsene. Sein neuester Krimi „Ostfriedensünde“ feierte soeben Premiere und der Autor verriet den Schülern, dass die ersten Reaktionen auf ein neues Buch oder einen neuen Film für ihn am wichtigsten seien. Seine Bücher existieren in 24 Sprachen und wurden  Millionen mal verkauft. Durch die Auflagenhöhe kann er von diesem Beruf leben, während die meisten Autoren noch einen anderen Beruf haben, denn pro verkauftem Buch liegt der Verdienst nur bei ca. 7 %.
Wolf zeigte den Schülern, dass er seine Manuskripte noch recht altmodisch schreibe, nämlich mit Füller auf einen Block; und für jedes neue Buch kaufe er einen neuen Füller, für ein Kinderbuch einen hellblauen, für einen Krimi einen schwarzen. Sehr erfolgreich an Schulen ist seine neue Reihe „Treffpunkt Tatort“, aus der er den Einstieg in den Titel „Die Maske“ darbot. Hierin wird ein Junge in einen Überfall auf die Kassiererin eines Supermarktes verwickelt und gerät selbst in Verdacht.
Besonders interessiert war das junge Publikum an den Drehbüchern des Autors für Fernsehfilme wie „Tatort“ und „Polizeinotruf 110“, die oft Auftragsarbeiten für die Sender sind. Aber auch an der Reihe „Löwenzahn“ hat er mitgearbeitet und in dem neuen Musical zu einer Piratengeschichte seiner Partnerin Bettina Göschl hat er als König mitgespielt und seine Tochter Maxi, ebenfalls Schauspielerin, die Prinzessin. Weitere Serien, in denen diese mitspielt, kannten die Schüler, denn Filme sind den meisten ein vertrauteres Medium als das Buch. Immerhin waren aber etliche Schüler nach der Autorenbegegnung bereit auch einmal ein Buch des Autors zu lesen.
Auf seiner Lesereise, die vom Pädagogischen Zentrum Trier-Saarburg, organisiert wurde, besuchte Wolf auch die Grundschule St. Marien in Saarburg, die in diesem Jahr ihr 50jähriges Schuljubiläum feiert.


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Donnerstag, 09. September 2010

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